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Arzt- und Heilberufe

Münster 2007: Drei Stunden nach dem Startschuss des Münster Marathon gönnte sich Ralph Schomaker eine erste und zudem verdiente Pause. Am Streckenrand hatte sich der leitende Notarzt des Kreises Warendorf einen Kaffee und eine Kleinigkeit zu essen bestellt. „Bisher keine großen Zwischenfälle“, resümierte Schomaker gerade, als sein Handy klingelte. Am anderen Ende war Schomakers Kollege Gerrit Borgmann, der Schomaker gerade vertreten wollte. Das Gespräch dauerte nur Sekunden und schon waren Kaffee und Baguette ihrem Schicksal überlassen.

 

Einen Kilometer vor dem Ziel und nur unweit vom Aufenthaltsort Schomakers entfernt, lag ein bewusstloser Läufer auf der Strecke. Borgmann war der Mann zuvor aufgefallen. Als er ihn wenige Meter unter aufmerksamen Blicken begleitete, brach der Läufer zusammen.

 

Direkt vom Fahrrad, das vor dem Marathon mit allen notärztlichen Notwendigkeiten ausgestattet worden war und in diesem Jahr das erste Mal zum Einsatz gekommen ist, begann die Erstversorgung. „Wir sind vor dem Marathon angesprochen worden, wie wir die medizinische Versorgung verbessern wollen. Herausgekommen ist die Idee, der mobilen Notärzte“, erklärt Schomaker den Plan, nicht nur an bestimmten Punkten präsent zu sein, sondern bereits aktiv auf der Strecke nach möglichen Kandidaten für die medizinische Betreuung Ausschau zu halten, denn: „Wenn man die Anzeichen selber erkennt, kann man im besten Fall umgehend mit der Versorgung beginnen.“ –Zitatende –

 

Quelle: Westfälische Nachrichten

 

Kommentar WattRad:


Am Münsteraner Beispiel erkennt man ein weiteres Einsatzfeld von Pedelecs. Gerade bei Großveranstaltungen wie Marathons, aber auch Radrennen, können sie ihre Kombination aus Geschwindigkeit und Wendigkeit ausspielen. Und das ärztliche Personal schnell zum Einsatzort zu bringen oder auch weite Strecken ohne körperliche Überanstrengung überstehen zu lassen, rettet in diesem Fall Leben.